Erstregistrierung a© denisismagilov - Fotolia.comls Sicherheitskomponente

Von der Erstregistrierung zu unterscheiden ist die Änderung der PIN, die über die von der Bundesnotarkammer unter https://bea.bnotk.de/sak/ angebotenen Anwendung möglich ist.

Durch die Erstregistrierung nimmt jeder Rechtsanwalt sein persönliches Postfach quasi in Besitz – mit der beA-Karte und der getrennt davon übersandten PIN erfolgt die Identifizierung gegenüber dem beA-System. Damit wird gewährleistet, dass der Zugriff auf die später in diesem Postfach eingehenden Nachrichten nicht nur garantiert durch einen Rechtsanwalt, sondern auch durch den einzig tatsächlich dazu berechtigten Rechtsanwalt, nämlich den jeweiligen Postfachinhaber, erfolgt. So kann jeder Nutzer des beA sicher sein, dass die übersandten Nachrichten auch wirklich den richtigen Adressaten erreichen und nicht in falsche Hände gelangen.

Vor der Erstregistrierung – die Client Security

Um zur beA-Nutzeroberfläche zu gelangen, wird in einem der gängigen Internetbrowser (Internet Explorer, Safari, Firefox, Chrome etc.) die Adresse des beA eingegeben. Vor dem erstmaligen Zugriff muss eine sogenannte Client Security auf den Computer heruntergeladen werden. Dabei handelt es sich um ein Programm, das direkt auf dem Rechner des jeweiligen Nutzers installiert wird und mit dem jene Funktionen ausgeführt werden, die aus Sicherheitsgründen nicht im Internet stattfinden dürfen: Beispielsweise das Ver- und Entschlüsseln der Nachrichten. Denn das beA sieht eine sogenannte Ende-zu-Ende- Verschlüsselung vor, bei der die Nachrichten bei der Übertragung komplett verschlüsselt bleiben. Außerdem unterstützt die Client Security die Signierfunktionen der beA-Anwendung.

Die Installation ist dabei unkompliziert, auf der Startseite der beA-Anmeldung finden sich die Downloadlinks für die verschiedenen Betriebssysteme (Windows, Mac OS und Linux). Die jeweiligen weiteren Schritte sind ausführlich in der Online-Hilfe beschrieben, die bei der Nutzung des beA jederzeit mit der Taste F1 aufgerufen werden kann.

Die Client Security wird einmalig auf dem jeweiligen Rechner installiert, vor jeder Anmeldung am beA-Postfach muss sie neu gestartet werden. Mit bestimmten Einstellungen, die ebenfalls in der Online-Hilfe (F1) beschrieben sind, kann die Client Security automatisch gestartet werden.

Jetzt aber…

Sind Computer, Kartenlesegerät und Karte vorhanden und miteinander verbunden und wurde die Client Security installiert, kann die tatsächliche Erstregistrierung erfolgen. Die Benutzeroberfläche des beA sieht eine separate Registrierung für Postfachinhaber, in der Regel die Rechtsanwälte, und Personen ohne eigenes Postfach – Mitarbeiter oder andere Personen, die Zugriff auf ein fremdes Postfach erhalten sollen – vor.

Die Erstregistrierung erfolgt immer durch den Postfachinhaber, also den jeweiligen Rechtsanwalt, mit der dazu erforderlichen beAKarte. Wird die entsprechende Schaltfläche und die beA-Karte als Sicherungsmittel ausgewählt, fordert das System zur zweimaligen Eingabe der PIN auf – sie kann entweder über die Tastatur des Kartenlesegerätes oder über die Computertastatur erfolgen. Hat sich der Nutzer auf diese Weise erfolgreich authentifiziert, werden eine oder mehrere Sicherheitsfrage/n und die dazugehörige Antwort/en hinterlegt. Die Antwort auf die Sicherheitsfrage muss bei Problemen mit dem eigenen Postfach bei einer telefonischen Anfrage dem Supportmitarbeiter mitgeteilt werden, nur, wenn diese richtig ist, erhält der Mitarbeiter Zugriff auf bestimmte Funktionalitäten des Postfaches, beispielsweise auf das Benutzerjournal und kann so bei der Problemlösung helfen.

„Sie haben Post…“

Das beA wird über eine Benachrichtigungsfunktion verfügen: Nach Hinterlegung einer E-Mail- Adresse wird bei Posteingang im beA automatisch eine entsprechende Benachrichtigung an diese Adresse versandt. Diese E-Mail enthält selbstverständlich keine Angaben über den Inhalt der beA-Nachricht, sie erspart dem Nutzer lediglich die direkte Kontrolle des Postfaches. Außerdem werden weitere Benachrichtigungen über Änderungen, die das Postfach betreffen, an diese E-Mail gesandt (bspw. hinsichtlich der eingeräumten Zugriffsberechtigungen). Die E-Mail-Adresse kann, aber muss nicht bei der Erstregistrierung hinterlegt werden, sie kann auch nach der Inbetriebnahme des beA-Systems hinzugefügt werden.

… und fertig!

Damit ist die Erstregistrierung abgeschlossen und eingehende Nachrichten können ab dem Zeitpunkt der Inbetriebnahme des beA-Systems abgerufen werden. Dann können auch die weiteren Einstellungen am Postfach über die Postfachverwaltung und die Nutzerverwaltung vorgenommen werden. Der gesamte Vorgang der Erstregistrierung ist ausführlich in der Online-Hilfe zum beA beschrieben. Darüber hinaus gibt es einen telefonischen Support, der bei Problemen weiterhilft.