Auch der Versand der Nachrichten wurde so einfach wie möglich gestaltet. Grundsätzlich im Adressverzeichnis auffindbar sind alle Gerichte, Rechtsanwälte, Kammern und sonstigen Empfänger, die über das beA erreicht werden können.

Die Absenderzeile wird automatisch ausgefüllt. Darüber hinaus ist auch die Angabe des eigenen Aktenzeichens, des Aktenzeichens der Gegenseite und des gerichtlichen Aktenzeichens möglich.

Über einen entsprechenden Button können Anhänge zur Nachricht hochgeladen werden. In der Regel wird es sich dabei um Schriftsätze und deren Anlagen handeln. Bezüglich der Nachrichtengröße und der Anzahl der Anhänge orientiert sich das beA an den Vorgaben der Justiz, die voraussichtlich der Hauptadressat von beA-Nachrichten sein wird. Da eine Nachricht gleichzeitig an mehrere Empfänger adressiert werden kann, z.B. an ein Gericht und einen Anwalt, kann für die Kommunikation zwischen Rechtsanwälten nichts anderes gelten. Nach den Vorgaben des Justizstandards dürfen Nachrichten derzeit nicht größer als 30 MB sein und nicht mehr als 100 Anhänge umfassen. Eine Erweiterung der zulässigen Nachrichtengröße und Anzahl der Anhänge wird derzeit diskutiert.

Die verwendbaren Dateiformate richten sich nach den Rechtsverordnungen der Länder, das beA macht hier keine Vorgaben. Einschränkungen wird es nur bei Dateiendungen geben, die eindeutig auf eine Schadsoftware hinweisen.

Qualifizierte elektronische Signatur

Bis zum 31.12.2017 müssen Schriftsätze, die über das beA verschickt werden, qualifiziert elektronisch signiert werden. Das beA wird so konstruiert, dass bis zu diesem Zeitpunkt Nachrichten mit Anhängen, die als Schriftsatz gekennzeichnet sind, nicht unsigniert versendet werden können.

Am 01.01.2018 tritt dann der neue § 130a ZPO in Kraft. Danach können Dokumente auch ohne Einsatz der qualifizierten elektronischen Signatur bei Gericht eingereicht werden, wenn dies auf einem sicheren Übermittlungsweg – als solches gilt das beA – geschieht. Das gilt allerdings nur, wenn die Dokumente vom Postfachinhaber selbst – also dem Rechtsanwalt – übersandt werden. Übernimmt ein Mitarbeiter die Versendung, müssen die Dokumente auch nach dem 01.01.2018 qualifiziert elektronisch signiert werden.