Bei der Entwicklung des besonderen elektronischen Anwaltspostfaches wurde auf eine unkomplizierte und an den Anwaltsalltag angepasste Bedienbarkeit großer Wert gelegt. In der Webanwendung, die über einen der gängigen Internetbrowser erreicht werden kann, ähnelt das beA einem E-Mail-Client: wie dort gibt es einen Posteingang, Postausgang, einen Ordner für Entwürfe und einen Papierkorb.

Dabei kann das beA sogar mehr als ein E-Mail-Postfach – es bietet ein ausgeklügeltes Rechteverwaltungssystem, mit dem Mitarbeitern oder Kollegen die Möglichkeit eingeräumt werden kann, auf ein Postfach zuzugreifen. So können beispielsweise Mitarbeiter den Postein- und -ausgang bearbeiten, Termine und Fristen notieren, Empfangsbekenntnisse vorbereiten und Entwürfe fertigen.

Erstregistrierung

Die Erstregistrierung wird zum Starttermin des beA möglich sein. Eine vorgeschaltete Phase zur Erstregistrierung ist – anders als zuvor geplant – nicht mehr vorgesehen (vgl. Nachrichten aus Berlin v. 31.08.2016). Sie besteht lediglich aus drei einfachen Schritten: Zunächst authentifiziert sich der Anwender gegenüber dem System mit seiner beA-Karte und der dazugehörigen PIN; diese muss zwei Mal eingegeben werden. Dies liegt daran, dass sowohl das auf der Karte enthaltene Authentifizierungszertifikat als auch das Verschlüsselungszertifikat freigeschaltet werden müssen. Im nächsten Schritt wählt der Anwender eine Sicherheitsfrage aus, die in bestimmten Fällen bei späteren Anrufen bei der beA-Anwenderbetreuung abgefragt wird. Im dritten und letzten Schritt besteht die Möglichkeit, eine E-Mail-Adresse zu hinterlegen, an die im Falle eines Posteingangs im beA eine Benachrichtigung geschickt wird. (Aktualisiert 16.09.16)