Das beA ermöglicht Rechtsanwälten auf einfache Weise die Teilnahme am elektronischen Rechtsverkehr. Bisher kann hier das Elektronische Gerichts- und Verwaltungspostfach EGVP genutzt werden, um Schriftsätze und andere Dokumente auf elektronischem Weg der Justiz zu übermitteln. Allerdings sind die rechtlichen Grundlagen in den Bundesländern sehr unterschiedlich geregelt. Während einige Bundesländer bereits alle Gerichtsbarkeiten vollständig für den elektronischen Rechtsverkehr geöffnet haben, sind in anderen Ländern die Gerichte bisher nur teilweise über das EGVP erreichbar. Mit dem Gesetz zur Förderung des elektronischen Rechtsverkehrs mit den Gerichten (ERV-Gesetz) wird die Rechtslage bundesweit vereinheitlicht. Sukzessive werden bis spätestens 1. Januar 2020 alle Gerichte elektronisch erreichbar sein.

Das beA löst EGVP-Client ab

Das beA wird das Elektronische Gerichts- und Verwaltungspostfach EGVP für Rechtsanwälte ablösen. Alle Gerichte, die am elektronischen Rechtsverkehr teilnehmen, werden über das ab dem Startzeitpunkt des beA erreichbar sein. Ebenso können die am elektronischen Rechtsverkehr teilnehmenden Gerichte über das beA an Rechtsanwälte zustellen.

Bis zum Start des beA und darüber hinaus, können Rechtsanwältinnen und Rechtsanwälte weiterhin den EGVP-Classic-Client nutzen. Die Justiz empfiehlt jedoch den Rechtsanwältinnen und Rechtsanwälten die schnellstmögliche Nutzung des besonderen elektronischen Anwaltspostfachs. Sie wird den EGVP-Classic-Client (EGVP-Installer) übergangsweise bis zur verpflichtenden Nutzung des besonderen elektronischen Anwaltspostfachs fortführen. Er steht daher nach dem Abkündigungstermin für alle Nutzer noch bis zum 01.01.2018 auf www.egvp.de zum Download bereit. Der Support für den EGVP-Classic-Client (EGVP-Installer) wird bis zum 31.12.2016 fortgeführt. (Quelle: www.egvp.de)