1. Wo kann ich meine beA-Karte bestellen?

beA-Karten können bei der Bundesnotarkammer unter http://bea.bnotk.de/ bestellt werden. Die Bestellung der beA-Karte ist ausschließlich über die genannte Webseite möglich. Für den Bestellprozess ist eine eindeutige Identifikationsnummer, die persönliche Antragsnummer oder die SAFE-ID, erforderlich, die die BRAK jeder Rechtsanwältin und jedem Rechtsanwalt im Juni 2016 mitgeteilt hat.

Bitte prüfen Sie vor der Bestellung Ihre Adressdaten, die Sie bei Ihrer zuständigen Kammer hinterlegt haben, die die Grundlage für die beA-Kommunikation bildet. Ihre Daten sind jederzeit im Bundesweitern Amtlichen Anwaltsverzeichnis einsehbar unter http://www.rechtsanwaltsregister.org. Änderungen nimmt Ihre zuständige Rechtsanwaltskammer entgegen.

(aktualisiert am 01.08.2016)

2. Ich möchte meine beA-Karte zurückgeben bzw. die Bestellung stornieren.

Bitte wenden Sie sich für Fragen hinsichtlich des von Ihnen mit der Bundesnotarkammer über die beA-Karte geschlossenen Vertrags unmittelbar an die Bundesnotarkammer, vorzugsweise per E-Mail unter bea@bnotk.de.

(aktualisiert am 01.09.2016)

3. Kann eine bereits vorhandene Signaturkarte weiterverwendet werden?

Die Weiterverwendung einer bereits vorhandenen Signaturkarte ist möglich. Allerdings wird für die Erstregistrierung eines Rechtsanwaltes im beA-System die beA-Karte (Basis oder Signatur) benötigt.

(aktualisiert am 01.08.2016)

4. Kann der neue Personalausweis (nPA) für das beA-Postfach verwendet werden?

Für die Nutzung des beA sind besondere Zertifikate nötig, die auf dem Chip der beA-Karte enthalten sind. Es handelt sich dabei um ein sogenanntes Authentisierungszertifikat, ein Ver- und Entschlüsselungszertifikat und gegebenenfalls ein Signaturzertifikat. Der neue Personalausweis enthält nur zwei dieser Zertifikate, nämlich ein Authentisierungszertifikat und gegebenenfalls ein Signaturzertifikat und genügt deshalb den Anforderungen nicht.

(aktualisiert am 01.08.2016)

5. Braucht jeder Rechtsanwalt/jeder Mitarbeiter ein eigenes Chipkartenlesegerät?

Karten und Chipkartenlesegeräte sind nicht miteinander gekoppelt, so dass, wenn es organisatorisch möglich ist, auch mehrere Personen ein Chipkartenlesegerät verwenden können.

(aktualisiert am 01.08.2016)

Karten und Lesegeräte sind nicht miteinander gekoppelt, so dass, wenn es organisatorisch möglich ist, auch mehrere Personen ein Lesegerät verwenden können.

Eine ausführliche Dokumentation geeigneter Kartenlesegeräte und Signaturkarten finden Sie hier.

6. Benötigt jeder Mitarbeiter für jedes Postfach, auf das er Zugriff erhalten soll, jeweils ein Sicherheits-Token (beA-Mitarbeiterkarte bzw. beA-Softwarezertifikat)?

Jeder Mitarbeiter benötigt für die Anmeldung am beA nur ein Sicherheits-Token (z.B. eine beA Mitarbeiterkarte oder ein Softwarezertifikat). Das gilt auch, wenn ihm der Zugriff auf mehrere Postfächer eingeräumt werden soll.

Ein Sicherheits-Token wird stets einem – nicht mehreren – Benutzerkonto zugeordnet, deshalb benötigt jeder Mitarbeiter einen eigenen Sicherheits-Token. beA-Mitarbeiterkarten und Softwarezertifikate sind vor der Zuordnung zu einem Benutzerkonto nicht personengebunden.

(aktualisiert am 01.08.2016)

7. Worin besteht der Unterschied zwischen einer Mitarbeiter-Chipkarte und einem beA-Softwarezertifikat?

Während eine beA-Mitarbeiterkarte eine Chipkarte ist, die nicht vervielfältigt werden kann und für deren Verwendung ein Chipkartenlesegerät erforderlich ist, handelt es sich bei einem Softwarezertifikat um eine Datei. Diese muss in den Zertifikatsspeicher des Computers geladen werden, von dem das beA verwendet wird. Sowohl beA-Mitarbeiterkarte als auch Softwarezertifikat erfordern zusätzlich die Eingabe einer PIN.

Das Softwarezertifikat bietet Vorteile in der Handhabung – es wird insbesondere kein Chipkartenlesegerät benötigt. Es ist jedoch zugleich größere Sorgfalt beim Schutz vor unberechtigten Zugriffen auf das Zertifikat bzw. den Computer, auf dem es installiert ist, erforderlich, u.a. weil ein Softwarezertifikat kopiert werden. Einer Person, die die PIN für ein Softwarezertifikat kennt, kann dieses daher nicht mehr zuverlässig entzogen werden (es sollte stattdessen die Zuordnung des Softwarezertifikats zu dem Postfach entfernt werden).

Das Recht, selbst Rechte zu vergeben, kann einem Mitarbeiter, der ein Softwarezertifikat zur Anmeldung nutzt, aus Sicherheitsgründen nicht verliehen werden.

(aktualisiert am 12.08.2016)

Die Unterschiede zwischen den beiden Varianten ist das Sicherheitsniveau und die notwendige Ausstattung. Für eine Mitarbeiter-Chipkarte ist ein Lesegerät notwendig, um die Chipkarte auslesen zu können. Dadurch ist das Sicherheitsniveau bei einer Mitarbeiter-Chipkarte höher, da die PIN-Eingabe besonders geschützt wird.

Die Mitarbeiter-Chipkarte ist mit einem fortgeschrittenen Zertifikat ausgestattet. Damit kann der Mitarbeiter eines Rechtsanwalts sich am beA anmelden und, je nach Umfang der übertragenen Rechte, beispielsweise Nachrichten lesen und versenden. Wenn die entsprechende Befugnis erteilt wurde, können Mitarbeiter auch anderen Personen Rechte am Postfach einräumen.

Das beA-Softwarezertifikat ist ein fortgeschrittenes Softwarezertifikat, das auf einem Speichermedium wie einem USB-Stick oder auf dem Rechner direkt installiert wird. Ist der Mitarbeiter dazu befugt worden, kann er die Nachrichten im Postfach lesen oder/und Nachrichten absenden. Das Recht, selbst Befugnisse zu vergeben, kann einem Mitarbeiter, der ein Softwarezertifikat zur Anmeldung nutzt, aus Sicherheitsgründen nicht verliehen werden.

8. Welche Chipkartenlesegeräte kann ich verwenden?

Für die Anbringung einer qualifizierten elektronischen Signatur (QES) im beA benötigen Sie ein Chipkartenlesegerät der Klassen 3 oder 2. Für die Registrierung und Anmeldung am beA wird ein Chipkartenlesegerät der Klassen 3, 2 oder 1 benötigt. Angaben zu den unterstützten Chipkartenlesegeräten finden hier.

Für die PIN-Änderung und das Nachladen des Signaturzertifikates der beA-Karte Signatur über die Signaturanwendungskomponente der BNotK unter https://bea.bnotk.de/sak/ wird ein Chipkartenlesegerät der Klasse 3 benötigt. Angaben zu den unterstützten Chipkartenlesegeräten finden Sie in dem von der BNotK unter https://bea.bnotk.de/sak/ bereitgestellten Hilfedokument.

9. Ich habe meine SAFE-ID oder Antragsnummer vergessen / verloren.

Bitte wenden Sie sich an Ihre Rechtsanwaltskammer. Ihre Rechtsanwaltskammer kann Ihnen Ihre SAFE-ID mitteilen.

Eine Antragsnummer ist für die Bestellung der beA-Karte nicht mehr erforderlich; ausreichend ist die SAFE-ID.

(aktualisiert am 12.08.2016)