1. Weshalb wird eine spezielle beA-Karte zur Erstregistrierung benötigt?
beA-Postfächer weden aufgrund eines sicheren Verzeichnisdienstes eingerichtet, der auf einem sicheren Datenübertragungsverfahren von den Rechtsanwaltskammern zur Bundesrechtsanwaltskammer basiert.

Eine Zwei-Faktor-Authentifizierung – d.h. durch zwei voneinander unabhängige Sicherungsmittel wie beA-Karte und PIN – ist gesetzlich vorgesehen. Um zu gewährleisten, dass nur der vorgesehene Postfachinhaber sein Postfach in Besitz nehmen kann, ist für die Erstregistrierung eine besondere beA-Karte vorgesehen, auf der die jeweilige Postfachnummer (SAFE-ID) enthalten ist.

2. Können beliebige Dateiformate versendet werden und werden diese automatisch verschlüsselt?

Für die Kommunikation mit der Justiz sehen die entsprechenden Verordnungen der Länder bestimmte Dateiformate vor. Das beA selbst schränkt die versendbaren Dateiformate nicht ein. Allerdings werden beim Hochladen bestimmter kritischer Formate (Schadsoftware), wie z.B. *.exe, *.com, *.bat, *.cmd, *.Ink im beA Warnmeldungen ausgegeben.

Alle Dateien werden auf dem Computer des Absenders automatisch ver- und erst wieder beim Empfänger (oder einer von diesem berechtigten Person) entschlüsselt.

3. Wie groß dürfen die Anhänge maximal sein?

Das beA integriert sich in die etablierte Kommunikationsinfrastruktur des Elektronischen Gerichts- und Verwaltungspostfachs (EGVP). Dort sind durch die Justizverwaltungen bestimmte Obergrenzen für Anzahl und Größe der Anhänge festgelegt worden. Derzeit dürfen maximal 100 Anhängen pro Nachricht versandt werden, die insgesamt 60 MB umfassen dürfen.

Der Versand größerer Nachrichten kann abhängig von der zur Verfügung stehenden Internetanbindung u.U. einige Zeit benötigen. Die voraussichtlich benötigte Zeit kann über Webseiten mit Rechenfunktionen (z.B. https://www.heise.de/netze/tools/bandbreitenrechner/) ermittelt werden. Wichtig ist, dass hier die Datenübertragungsrate für den Upload eingegeben wird, die u.U. deutlich geringer ist als die Datenübertragungsrate für den Download.

4. Gibt es Beschränkungen bei der Nutzung des beA in Bezug auf die Anzahl der Nachrichten, die der Nutzer pro Zeiteinheit versenden darf?

Das beA-System sieht keine Beschränkungen vor, wie viele Nachrichten der Nutzer pro Zeiteinheit verschicken darf. Ebenso kann der Nutzer pro Login alle im beA sich befindenden Nachrichten auf einmal abrufen.

5. Ist die Speicherkapazität im beA begrenzt?

Das beA-System sieht keine Beschränkungen vor, wie viele Nachrichten der Nutzer pro Zeiteinheit verschicken darf. Ebenso kann der Nutzer pro Login alle im beA sich befindenden Nachrichten auf einmal abrufen.

6. Kann auf das beA auch über mobile Geräte zugegriffen werden?

Ein Zugriff auf das beA ist von tragbaren Computern möglich. Da aus technischen Gründen die für das beA erforderliche lokale Softwarekomponente, die Client Security, derzeit nicht unter iOS und Android lauffähig ist, kann das beA von Geräten, die diese Betriebssysteme einsetzen, nicht genutzt werden.

7. Muss ich für die Nutzung des beA Java installieren?

Die Client Security, die für das beA lokal zu installierende Softwarekomponente, setzt Java ein. Zur Nutzung des beA ist die Client Security erforderlich. Java ist jedoch in der zu installierenden Software unmittelbar enthalten. Die Update-Funktion, die die Client Security automatisch aktualisiert, umfasst auch das enthaltene Java. Eine separate Installation von Java ist für das beA nicht erforderlich.