Wie ist der Zugriff des amtlich bestellten Vertreters auf die Nachrichtenübersicht im Postfach des Vertretenen geregelt?

Nach § 31a Abs. 3 Satz 2 BRAO hat die Bundesrechtsanwaltskammer auch Vertretern, Abwicklern und Zustellungsbevollmächtigten die Nutzung des besonderen elektronischen Anwaltspostfachs zu ermöglichen. Nach § 25 Abs. 3 RAVPV räumt die Bundesrechtsanwaltskammer einem Vertreter, Abwickler oder Zustellungsbevollmächtigten für die Dauer seiner Bestellung einen auf die Übersicht der eingegangenen Nachrichten beschränkten Zugang zum besonderen elektronischen Anwaltspostfach der Person ein, für die er bestellt oder benannt wurde.

Nach der derzeitigen Konzeption und Umsetzung des beA funktioniert der Zugriff des Vertreters auf die Nachrichtenübersicht der von ihm vertretenen Person jedoch nur, wenn die vertretene Person bereits die Erstregistrierung am Postfach vorgenommen hat. Hat die vertretene Person die Erstregistrierung nicht vorgenommen, kann aus technischen Gründen der Vertreter keinen Einblick in die Nachrichtenübersicht nehmen. Eine neue beA-Version, in der Vertreter auch im Falle der noch nicht erfolgten Erstregistrierung Zugriff auf die Nachrichtenübersicht des Vertretenen erhalten, wird voraussichtlich im ersten Quartal 2019 veröffentlicht.