Der Zugriff auf das beA erfolgt über den Webclient oder aus einer Kanzleisoftware heraus. In beiden Fällen ist die Verwendung von zwei voneinander unabhängigen Sicherungsmitteln erforderlich (sogenannte Zwei-Faktor-Authentifizierung), in der Regel wird es sich dabei um eine Chipkarte und um eine PIN-Nummer handeln (Besitz und Wissen). Rechtsanwälte können dafür beispielsweise eine Signaturkarte verwenden, Mitarbeiter oder andere zum Zugriff auf das jeweilige Postfach befugte Personen können sich mit einer Sicherungskarte ohne Signierfunktion oder mit einem sogenannten Softwarezertifikat anmelden. Letzteres erfordert jedoch zusätzliche Sicherheitsmaßnahmen, sodass die Verwendung technisch aufwendiger ist.

Die Daten zur Authentifizierung werden verschlüsselt an das System gesendet, sodass keine Manipulationen möglich sind.

Sichere Identitäts- und Befugnisprüfung

Die sichere Anmeldung ermöglicht die eindeutige Feststellung der Identität des Anmeldenden und, soweit es sich nicht um den Postfachinhaber handelt, die Prüfung der jeweils verliehenen Befugnisse. Dazu wird ein sogenanntes Hardware-Sicherheitsmodul (HSM) verwendet, das noch einmal besonderen Sicherheitsvorkehrungen unterliegt.

Das beA wird an das Bundesweite Amtliche Anwaltsverzeichnis angebunden. Damit ist sichergestellt, dass nur in der Bundesrepublik zugelassene Rechtsanwälte ein Postfach besitzen und damit Nachrichten empfangen und versenden können. Das heißt, jeder Empfänger einer Nachricht kann sicher sein, dass diese von einer Kollegin oder einem Kollegen stammt. Wenn eine Rechtsanwaltszulassung erlischt oder der Rechtsanwalt verstirbt, wird das zugehörige beA deaktiviert, und es können keine Nachrichten mehr daraus versandt werden.