Das beA ist nicht nur ein Postfach für jeden Rechtsanwalt. Dahinter steht eine umfangreiche technische Infrastruktur, die gewährleisten muss, dass über etwa 165.000 Postfächer jederzeit sicher und zuverlässig Dokumente versandt und empfangen werden können. Für Rechtsanwälte bieten das beA und der elektronische Rechtsverkehr erhebliche Vorteile: Langfristig werden sich dadurch nicht nur die Postwege verkürzen, auch die Verfahrensabläufe in den Kanzleien können effektiver gestaltet werden. Das beA ist damit der Wegbereiter für die Anwaltschaft in die digitale Rechtswelt.

Ein solches System ist selbstverständlich mit Kosten verbunden: Für die Bereitstellung des beA erhebt die BRAK einen jährlichen Beitrag von voraussichtlich 65 bis 70 Euro, der über die Rechtsanwaltskammern von jedem Mitglied eingezogen wird. Darin sind die Aufwendungen für die Entwicklung der Software sowie für den Betrieb und den Support durch einen Service Desk enthalten.

Investition in die Zukunft

Auch die Anschaffung der Hardware – Computer, Chipkarte und Kartenlesegerät sowie gegebenenfalls Drucker und Scanner – kann, wenn nicht bereits vorhanden, einen gewissen finanziellen Aufwand erfordern. Demgegenüber stehen jedoch deutliche Ersparnisse bei den Papier- und Portokosten und langfristig, je nach individuellem Digitalisierungsgrad in der Kanzlei, erhebliche Vereinfachungen in den alltäglichen Arbeitsabläufen.